Drucken

Sie werden uns wohl bald ganz verloren gehen: die Uznamen aus früheren Zeiten, die in St. Arnual jeder kannte und benutzte. Warum gab es sie?

Als die Menschen seltener ihren Wohnsitz änderten, gab es in kleinen Orten viele, die den gleichen Namen trugen. Also musste man sie unterscheiden, und das gelang mit den Uz- oder Spitznamen, die zwar manchmal einen ironischen Unterton hatten, aber nie bös gemeint waren.

So entstanden wunderbare Wort-Ungetüme wie „Hammer-Schmidts Rudel“ oder „Kesselsches Sufie“ oder „de Bohnehenner“. Bezeichnet wird immer genau eine Person, Irrtum ausgeschlossen.

Oft wurden die Namen schon in der Schule vergeben, und es heißt, dass die Dorfbewohner im Lauf der Jahre oft gar nicht mehr wussten, was der offizielle Name einer Person war.

Fritz Meyer, Gründungsmitglied des Heimatvereins, hat mit Stammtischkollegen im Pulvermüller solche Spitznamen gesammelt, um sie der Nachwelt zu erhalten. Herausgekommen ist eine lange Liste. Im Museum kann man sie studieren.  |wk|

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Privatsphäre und Datenschutz Ok Ablehnen