Drucken

Nein! Diese Fachkraft gehört leider nicht zum Fundus des Museums. Aber was sie in der Hand hält, ist ein Werkzeug, das im Jahr 1908 zwar Stand der Technik, vom Prinzip her aber schon Jahrtausende alt war.

Angeblich haben die Chinesen wie so vieles auch das Bügeleisen erfunden. Ursprünglich war es eine Bronzepfanne, in der Sand und Holzkohleglut vermischt wurden. Ein solches antikes Stück haben wir nicht, aber ein ganzes Ensemble von Plätteisen (wie der Norddeutsche sagt) aus unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Manche wurden einfach auf der Herdplatte aufgeheizt, zur Not auch auf der Kochhexe, wenn im Sommer der Ofen aus war.

Manche waren hohl, damit man ein heißes Metallstück hineinstecken konnte. Und schon extrem fortschrittlich war unser E-Bügeleisen mit 1.000 Watt. Die Telefilm Saar GmbH hat uns das Profigerät aus den 60er-Jahren überlassen. Es hatte lange Zeit in deren Schneiderei Dienst getan.

Aber bis zum heutigen schnurlosen "Phoenix Freiflug", dampfbereit in acht Sekunden, mit Antikalk- und Selbstreinigungsfunktion, war noch ein weiter Weg.

Übrigens: Schon Im 17. Jahrhundert sprach man von "Bügeleisen", weil der Griff eben ein Bügel war. Von da aus war es nur ein kleiner Schritt zum "Bügeln" für das Glätten der Wäsche oder Kleidung.

|wk| Foto: commons.wikimedia/General Electrics

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Privatsphäre und Datenschutz Ok Ablehnen