Der Vorstand des Heimatmuseums, vorne: Birgit Schuh, Ulrike Stein, Elfriede Bolze, Heidi Zocher, Friederike Stegner, Gerhard Wagner. Hinten: Herbert Zenner, Brigitte Keller, Michael Schuh (v.l.n.r). Foto: hup


Das Gedächtnis von St. Arnual

Im Heimatmuseum St. Arnual wird anhand von Exponaten, Fotografien und Dokumenten die Geschichte von „Daarle“ greif- und erlebbar. Doch das Museum lädt nicht nur ein zu einer Reise in die Vergangenheit, es ist auch ein Treffpunkt für die Bürger des Stadtteils und es betreibt lokale Kulturarbeit. Im Herzen von St. Arnual, umgeben von der Stiftskirche und nahe beim Markt, ist das Heimatmuseum St. Arnual in einem denkmalgeschützten Haus untergebracht. Das Gebäude in der Augustinerstraße gehört zu den wenigen noch erhaltenen Stiftshäusern, zwei mächtige Decken-balken mit tragender Funktion im Museum bezeugen den historischen Charakter des Hauses. Träger des einzigen Heimat-museums in der Innenstadt von Saarbrücken ist der 1988 gegründete Heimatverein St. Arnual e.V. Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Dorfge-schichte von Daarle aufzuarbeiten. Kontakt: Heimatmuseum St. Arnual Augustinerstraße 7 66119 Saarbrücken Tel. (0681) 9 85 00 46 Fax.(0681) 417 21 40 E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Öffnungszeiten: Jeden 1.+ 3. Sonntag im Monat von15 bis18 Uhr und nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei, eine Spende willkommen.
und der Öffentlichkeit näherzubringen. Exponate vom Oscar-Preisträger Dazu hat der Verein zahlreiche Ex- ponate gesammelt, die eng mit der Geschichte von St. Arnual verbunden sind und zeigt diese auf drei Ebenen in den Ausstellungsräumen des Museums.Im großen Ausstellungsraum erinnert ein authentisches Gemälde an den alten Saarbrücker Flughafen auf den „Daarler Wiesen“. Hier wird auch ein besonderer Schatz gehütet: Der in St. Arnual geborene und zweifach Oscarpreisgekrönte Trickfilm-zeichner Frédérik Back schenkte dem Museum zu einer Ausstellung im Jahr 2001 Plakate, Bücher und Storyboards seiner Filme. Im Vitrinenraum werden unter anderem Keramikscherben und Grabplatten-fragmente präsentiert, die bei den Ausgrabungen der Stiftskirche in den 90er Jahren gefunden wurden. Der sich anschließende Kellerraum beherbergt das mächtige alte Uhrwerk der Stiftskirche mit origi-nalem Schrank. Die Uhr ist eine Leih-gabe der evangelischen Kirchengemeinde. Weiterhin lassen hier in einer Vitrine und auf einer alten Werkbank zahlreiche Handwerks-zeuge die reiche Vergangenheit der St. Arnualer Handwerksbetriebe lebendig werden.
Alltagsgegenstände wie alte Waschmaschinen, Küchengeräte,Puppenwagen oder Spielzeuge erinnern im Gewölbekeller an vergangene Zeiten. Der Heimatverein leistet auch vielfältige lokale Kulturarbeit, er beteiligt sich aktiv an den Festivitäten in St. Arnual.
Im Raum für Wechselausstellungen haben bereits zahlreiche Künstler aus St. Arnual ihre Werke gezeigt, auch HobbyKünstler und kreative Gruppen anderer St. Arnualer Institutionen können sich vorstellen. Seit dem 2. Juli und noch bis Mitte September wird hier in einer Ausstellung die Geschichte der Kettenfabrik erzählt. Und das Museumscafé, jeden ersten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr geöffnet, wird bei Kaffee und hausgemachten Kuchen – der gerne gespendet werden darf – zu einem beliebten Treffpunkt für alle Daarler. hup