Anmerkungen zur Daarler Geschichte

| lb | In unregelmäßiger Folge geben wir die Info-Blätter "Anmerkungen zur Daarler Geschichte" heraus (pdf-Format). Zuletzt erschien "Standortmarketing trifft Nazi-Propaganda", ein Beitrag zur Zeppelin-Landung 1933. Foto: zeitgenössisches Postkartenmotiv, Sammlung Hartmann. Zur Downloadliste


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| wk | Bis 9. Oktober sind im Museum St. Arnual Acrylbilder der Saarbrücker Malerin und Kunsterzieherin Barbara Kirsch zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel "Neue Arbeiten 2020+".

Barbara Kirsch (links), Brigitte Quack, Foto: Museum St. Arnual

Bei der Vernissage wies die Kunsthistorikerin Brigitte Quack auf Besonderheiten ihres Werks hin. Die Bilder, die alle während der schwierigen Pandemiezeit ab 2020 entstanden, wirkten "wie Fenster in andere Welt, eine ruhige Welt der Imagination", sagte sie. Allerdings werde dem Betrachter auch etwas abverlangt "zur Teilnahme und zum Erspüren der poetischen Stimmungen, die in all diesen Werken anzutreffen sind". Eine besondere Rolle komme bei Barbara Kirsch dem Zusammenspiel der Farben zu: "Gerne baut unsere Künstlerin ihre Gemälde auf dem Zusammenklang verschiedener Farbklänge auf, die ähnlich musikalischen Akkorden Emotionen transportieren und so Stimmungen nonverbal rein über die Anschauung vermitteln." Ihre Arbeitsweise setze "viel Erfahrung und Wissen über Farbe, Komposition und Bildaufbau" voraus. Als studierte Kunsterzieherin kenne Barbara Kirsch sich damit aber bestens aus.

Mit viel Energie und Schwung

Unter dem Titel "Idyllische Landschaft, mit Energie eingefangen" berichtete die Saarbrücker Zeitung am 21. September über die Ausstellung. In der Besprechung schreibt Nicole Baronsky-Ottmann unter anderem: "Farbauftrag und Farben stehen eindeutig im Vordergrund der Darstellung. Das zeigen auch ihre Landschaften." Egal ob Frühlingswiese, Auenlandschaft, ländliche Idylle oder Wiesengrund – "in all diesen mit viel Energie und Schwung gestalteten Werken lösen sich die Formen fast in ihren oft sehr hellen Farben auf, lassen aber dank Horizont, Himmeldarstellung und Bäumen die Anmutungen von idyllischen Landschaften zu." Der weiche, malerische Farbauftrag mache aus den flüchtigen Momentaufnahmen stimmungsvolle Darstellungen, die fast an impressionistische Werke erinnerten.

Barbara Kirsch lebt seit 1964 im Saarland. Nach dem Studium an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt unterrichtete sie 30 Jahre lang als Kunsterzieherin, zuletzt an der Weyersberg-Schule in Saarbrücken. Bei Malwettbewerben für Kinder konnten ihre Schützlinge schöne Erfolge verbuchen. Besonders engagierte sie sich für Kunstprojekte an saarländischen Grundschulen und für Ferienmalkurse. Mehrere Jahre war sie auch Leiterin einer Seniorenmalgruppe und hatte einen Lehrauftrag bei der Kulturwerkstatt Saarbrücken. Seit 1988 präsentiert sie eigene Arbeiten (Malerei, Zeichnungen, Skulpturen) in bisher 18 Ausstellungen, unter anderem an der Hochschule für Musik und bei der Galerie M. Beck in Homburg.

Die Ausstellung im Museum St. Arnual ist bis 9. Oktober jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.